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Sabrina Ceesay 'Geächtet' bis Dezember am Sächsischen Staatstheater Dresden

von Kerstin Knudsen

Dem aufstrebenden New Yorker Anwalt Amir Kapoor könnte es nicht besser gehen: demnächst soll er zum Partner der jüdischen Kanzlei werden, in der arbeitet, er ist verheiratet mit der erfolgreichen und gutaussehenden Künstlerin Emily und von seinen pakistanischen Wurzeln hat er sich so vollkommen distanziert, dass er ein Vorbild an Integration darstellt. Doch als Emilys Galerist Isaac und Amirs Kollegin Jory zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen werden, zeigt die glänzende Fassade mit zunehmendem Alkoholkonsum schnell ihre Risse. Unterdrückte Vorurteile und rassistische Klischees werden auf den Tisch gepackt, Anschuldigungen erhoben und Affären aufgedeckt. Religiöse Konflikte und karrieristische Bestrebungen wechseln sich rasant mit persönlichen Verletzungen und Eifersucht ab, bis die unterschwelligen Bilder, die man sich vom anderen gemacht hat, plötzlich Wirklichkeit werden.
Ayad Akhtars Erfolgskomödie GEÄCHTET wurde 2013 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, 2016 von der Fachzeitschrift Theater heute zum besten ausländischen Stück gewählt und erhielt 2017 den Nestroy-Preis. Wie unter einem Brennglas lässt Akhtar in einer Gruppe wohlsituierter und bestens angekom­mener Bürger die schwelenden Konflikte um religiöse Ignoranz, falsch verstandene Assimilation, ethnische Vorurteile und all­täglichen Rassismus Feuer fangen, bis die Katastrophe unausweichlich ist. Sabrina ist in der Rolle der Jory zu sehen sein, Regie führte Nicolai Sykosch. Mehr Infos und Karten hier

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